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Musical & Operette

Über ensamble

Obwohl Operettentitel im Repertoir des Pilsener Theaters schon seit seinen Anfängen in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts auftauchten, als künstlerische Entität wurde das Operettenensemble erst im Jahr 1954 unter der Leitung des Komponisten und Dirigenten J. O. Karel, der unter anderem die vorübergehend vernachlässigte klassische Operette in das Repertoir zurückbrachte, selbständig. Unter der Leitung von Miroslav Doutlík wuchs das Ensemble im Verlauf der 60er Jahre zu einer Entität, die fähig war, eine ganze Skala des unterhaltsamen Musiktheaters, einschließlich amerikanischer Musicals, zu umfassen. Zur Zeit bemüht sich das Pilsener Musical- und Operettenensemble seine Grundaufgabe konsequent zu erfüllen: außer den Auff ührungen klassischer Werke aus dem „goldenen Musical- und Operettenfonds“ von weltweiter und inländischer Provenienz das Repertoir beider Genres durch die Auff ührung bislang nicht aufgeführter Titel in tschechischer Premiere zu erweitern und neue Produktionen auf dem Gebiet des Musicals und Operette anzuregen. In diesem Fall handelt es sich um Weltpremieren. Im Jahr 2003 gab es gleich zwei Neuigkeiten. Die unterhaltsame Musikrevue „Das Mädchen oder der Junge“ des Dramatikers und Regisseurs Antonín Procházka mit ursprünglicher Musik von Kryštof Mark und der Grundanlass der Saison „Die mechanische Apfelsine“ von Anthony Burgess in der Dramatisierung des Regisseurs der Inszenierung und Leiters des Ensembles Roman Meluzín mit Musik von J. P. Muchow und Texten von Mark „Mardoša“ Huňát. Die Stilspanne dieser beiden Titel – eine witzige Jazzrevue auf der einen Seite und eine harte und bittere Danceparty auf der anderen Seite – kann kaum größer sein. Und diese Off enheit versucht die Dramaturgie auch in weiteren Jahren aufrechtzuerhalten. Im Jahr 2004 wurde mit dem Szenaristen Karel Šíp und dem Musikkomponisten Zdenek Merta die neue Operette „Ferdinand“ aufgeführt. Im folgenden Jahr wurde „Das Dschungelbuch“, ein eigens für das Pilsener Ensemble geschaff ener musikalischer Titel ins Leben gerufen. Seine Autoren waren der Komponist Ondřej Brousek und der Librettist Radek Balaš, derzeit Regisseur und Choreograph einer sehr erfolgreichen Inszenierung.

Im gesamtrepublikanischen Kontext bemüht sich das Ensemble, das Bewusstsein über das klassische und gegenwärtige Weltrepertoir durch die Auff ührung von bei uns bislang unbekannten Titeln erheblich zu erweitern.

Zur Zusammenarbeit an dieser Aufgabe sind die zwei zur Zeit bedeutendsten Übersetzer von Musicaltexten, Michal Prostějovský und Adam Novák, eingeladen worden. In tschechischer Erstauff ührung gelang es, das Musical „Carousel“ von Rodgers oder die Operette „Die Piraten von Penzance“ von Gilbert und Sullivan in der Übersetzung von Monika Bártová aufzuführen. Die Dramaturgie des Ensembles will auch weiter so fortfahren. In diesem Jahr wird es drei tschechische Premieren auff ühren: „Monty Python’s Spamalot“, das tschechische Musical „In 80 Tagen um die Welt “ (bislang nur in Polen aufgeführt) und das heutzutage schon „klassische“ amerikanische Musical „Gypsy“.

Neben dem Stammregisseur und Leiter des Ensembles Roman Meluzín wirken hier einige ständige Gastre-gisseure und Choreographen, die zu den Spitzen im Fach gehören. Im Namen aller nennen wir die Regisseure Petr Novotný und Radek Balaš und den Choreographen Pavel Strouhal.

Das Pilsener Ensemble lädt Einzelne aus dem breiten Spektrum des Theaters und der Musik zur Zusammenarbeit ein – sowohl erfahrene Matadoren von Musikbühnen, abgebrüht unter anderem auf den Schaubühnen von Prager Spirála, Goya Music Hall, Hybernie, Musiktheater in Karlín, Semafor oder Stadttheater Brno als auch progressive Führer gegenwärtiger Musikbühne aus solchen Formationen wie TataBoys oder Monkie Business. Das künstlerische Niveau der Produktionen des Ensembles wird u.a. durch die Zahl der Prestigepreise Thalia, die eine Reihe von Interpreten auf dem Gebiet des Musicals bekränzt haben, bestätigt: Jan Ježek bekam den Preis für seine Rolle als Fred Graham im Musical „Kiss Me Kate“, Stanislava Topinková-Fořtová nach früheren Nominierungen für die Rolle als Frau Johnston im Musical „Blutsbrüder“, Daniela Šinkorová für Sally Bowles im „Kabarett“ und Zuzana Kolářová-Krištofová für die Rolle als Velma in „Chicago“.

Heute spielen

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Das Große Theater

Der Geizige
19:00 Jean-Baptiste Poquelin – Molière 


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Das Kammertheater

In 80 Tagen um die Welt
11:00 Petr Markov, Zdeněk Barták 







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